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Die Überraschung des Sandmanns | Gute nacht geschichte kurz

Die Überraschung des Sandmanns

In einem versteckten Winkel des Sternenhimmels, weit hinter der Großen Bärin, lebte der Sandmann. Er war kein gewöhnlicher Mann, sondern ein Meister der Träume, gekleidet in einem Sternenmantel und mit Augen, die wie Milchstraßen funkelten. Seine Aufgabe war riesig: Jede Nacht reiste er um die ganze Welt, um Kindern süße Träume zu bringen.

Aber wie sollte er das schaffen? Kinder gab es ja so viele, und die Welt war so groß! Der Sandmann hatte ein Geheimnis: Sein Sanduhr-Zepter enthielt den feinsten Traumstaub. Wenn er ihn über schlafende Kinder streute, bastelte er ihnen aus Luft, Sternenlicht und Fantasie die schönsten Abenteuerträume.

Eines Nachts flog der Sandmann über ein kleines Dorf. Er beobachtete Lisa, ein Mädchen mit großen, neugierigen Augen. Sie träumte davon, einmal die ganze Welt zu sehen. Der Sandmann lächelte, pflückte ein goldenes Sternchen und mischte es mit dem Traumstaub. Er pustete sanft den goldenen Traumstaub über Lisa, und schon verwandelte sich ihr Zimmer in ein magisches Schiff. Segel aus Mondlicht blähten sich im Wind, und Delphine aus Wolken begleiteten sie durch die Nacht.

Weiter flog der Sandmann, durch Wüsten, über Meere und Berge. Er brachte dem schüchternen Ben einen Traum voller tapferer Ritter, der kleinen Mia einen Tanz mit feengleichen Schmetterlingen und dem traurigen Finn einen Regenbogen aus Lachen. Die Welt schlief friedlich, getröstet und inspiriert von den nächtlichen Traumreisen.

Doch plötzlich bemerkte der Sandmann, dass sein Traumstaub zur Neige ging! Panik stieg in ihm auf. Wie sollte er nun all die wartenden Kinderträume erfüllen? In seiner Not flog er zur Traumweberin Luna, die in einem silbernen Spinnennetz zwischen den Sternen wohnte. Sie erklärte ihm, dass der schönste Traumstaub nicht aus Sternen, sondern aus der Liebe und Hoffnung der Kinder selbst gemacht wird.

Mit neuem Mut flog der Sandmann zurück zur Erde. Er flüsterte jedem Kind liebevolle Worte ins Ohr, ermutigte sie, an ihre Träume zu glauben und mutig zu sein. Und siehe da, in den Herzen der Kinder begann der magische Traumstaub zu leuchten! Er war stärker und bunter als je zuvor.

Von da an brauchte der Sandmann nie wieder Angst vor fehlenden Träumen zu haben. Denn er wusste, dass die Kraft der Träume unendlich war, solange Kinder liebten, hofften und an Wunder glaubten. Und so flog er jede Nacht weiter, seine Augen wie Milchstraßen strahlend, und verbreitete mit jedem Sandkörnchen Hoffnung, Freude und unendlich viele Abenteuerträume.

Vielleicht wirst du ja auch einmal vom Sandmann besucht, wenn du friedlich schlummerst. Schließe einfach die Augen und träume groß, und schon fliegt er vielleicht auch über dein Land und flüstert dir den schönsten Traum ins Ohr. Denn die Welt der Träume ist unendlich groß, und der Sandmann hat immer ein Abenteuer für dich dabei!

 

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